PHRASEOLOGISCHE ÄQUIVALENZ UND IHRE REALISIERUNG IN LITERARISCHER ÜBERSETZUNG: EINE ANALYSE AM BEISPIEL DES ROMANS “OLGA” VON B. SCHLINK

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DOI:

https://doi.org/10.32782/folium/2026.8.12

Ключові слова:

Phraseologismen, literarische Texte, Übersetzungsverfahren, phraseologische Entsprechungstypen, Totaläquivalenz, partielle Äquivalenz, Nulläquivalenz.

Анотація

In den letzten Jahrzehnten wird der Phraseologie ein stetig wachsendes Interesse entgegengebracht. Als universelle sprachliche Zeichen gelten Phraseologismen als Träger kultureller Besonderheiten; sie manifestieren den Geist und die Eigenart eines Volkes und stellen wichtige Elemente literarischer Werke dar. Viele Übersetzer:innen sind mit dem Problem der Übersetzbarkeit fester Wendungen konfrontiert, was Impulse für weitere Forschungen auf diesem Gebiet liefert. Die vorliegende Abhandlung beschäftigt sich mit der Übersetzungsproblematik von Phraseologismen in literarischen Texten am Beispiel Deutsch-Ukrainisch. Als Untersuchungsmaterial dienen der Roman „Olga“ von Bernhard Schlink und seine ukrainische Übersetzung von Jelena Daskal. Der Fokus der Arbeit liegt auf den Eigenschaften von Phraseologismen, ihrer Funktion in literarischen Werken, ihrer Übersetzbarkeit, den Übersetzungsproblemen phraseologischer Einheiten sowie auf den Typen phraseologischer Entsprechungen. In der Fachliteratur wird zwischen Totaläquivalenz, partieller Äquivalenz und Nulläquivalenz unterschieden. Bei fehlender phraseologischer Äquivalenz stehen den Übersetzer:innen folgende Möglichkeiten zur Verfügung: die Übersetzung durch eine freie Wortverbindung, eine wortgetreue Übersetzung oder die Wiedergabe des Phraseologismus durch ein Einzellexem. Die Ergebnisse zeigen, dass die Phraseologismen der Ausgangssprache in der Zielsprache überwiegend durch partielle Äquivalente oder Einzellexeme wiedergegeben wurden. Der individuelle Stil der Übersetzerin zeigt sich darin, dass sie mehrere freie Wortverbindungen und Einzellexeme des Originals durch Phraseologismen ersetzt, was auf einen höheren Grad ukrainischer Emotionalität, Sensibilität, Lyrik und Subjektivität hinweist. Die Untersuchung unterstreicht die Bedeutung des kulturellen Kontexts sowie der ästhetischen Funktion literarischer Werke bei der Auswahl geeigneter Übersetzungsverfahren.

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2026-05-07

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Lalaian, N., & Kozhedub, L. (2026). PHRASEOLOGISCHE ÄQUIVALENZ UND IHRE REALISIERUNG IN LITERARISCHER ÜBERSETZUNG: EINE ANALYSE AM BEISPIEL DES ROMANS “OLGA” VON B. SCHLINK. Folium, (8), 101–108. https://doi.org/10.32782/folium/2026.8.12

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